Migräne

Schmerzlinderung bei Migräne

Schmerzlinderung bei Migräne

Bei der Migräne treten die Kopf­schmerzen in hefti­gen Attack­en auf. Betrof­fen ist neben Schläfe und Stirn vor allem auch die Augen­re­gion. Im Anfall sind die Schmerzen oft ein­seit­ig, die Seite und Lokali­sa­tion kann aber von Anfall zu Anfall wech­seln. Migränean­fälle dauern meist einige Stun­den bis wenige Tage und kön­nen mehrfach im Monat auftreten.

Begleit­et wer­den sie häu­fig von Übelkeit, Erbrechen und Sehstörun­gen. Wie bei den Span­nungskopf­schmerzen find­en sich in vie­len Fällen aktivierte Trig­ger­punk­te in der Nack­en-Schul­ter-Region, im Nack­en und am seitlichen Hals.

Migräne mit Augenbeteiligung — Verschlimmerung nach Autounfall

Pati­entin  /  22 Jahre  /  Ident-Nr. 316

Vorgeschichte: seit Jahren migrän­ear­tige Schmerzen im Bere­ich der linken Augen­re­gion (Augen­braue und im Kopf hin­ter dem Auge) / vor 2 Monat­en Autoun­fall mit Nack­en­beteili­gung (Schleud­er­trau­ma), Rönt­gen ob, Hal­skrawat­te für 4 Tage / sei­ther mas­sive Zunahme der Migrä­nesymp­to­matik, Schmerzan­fälle jet­zt zweimal pro Woche, Anfalls­dauer bis zu 12 Stun­den, teil­weise unerträglich, Pati­entin: „Es fühlt sich an wie ein glühen­des Mess­er hin­ter dem Auge.”

Trig­ger­punkt-Befund: Trapez­muskel Region 1 und 2 (M. trapez­ius), Kopfwen­de­muskel (M. ster­n­oclei­do­mas­toideus), ver­schiedene Muskeln der Nack­en-Schul­ter-Region

TriAS-Trig­ger­punkt-Akupunk­tur:  7 Behand­lun­gen

Ver­lauf: Migräne mit heftiger Augen­symp­to­matik seit der Behand­lung nicht mehr aufge­treten, Pati­entin glück­lich: „Nur noch nor­male Kopf­schmerzen.”

6 Wochen später: Besserung sta­bil

3 Migräneanfälle pro Monat — Anfallsdauer 3 Tage

Pati­entin  /  31 Jahre  /  Ident-Nr. 304

Vorgeschichte: seit 15 Jahren Migräne mit Sehstörung und Übelkeit, in let­zter Zeit deut­liche Ver­schlim­merung, jet­zt Anfälle dreimal pro Monat mit ein­er Anfalls­dauer von bis zu 3 Tagen, Druck im Kopf fast täglich, Unter­suchun­gen ein­schließlich ein­er Com­put­er­to­mo­gra­phie waren unauf­fäl­lig, Schmer­zlokali­sa­tion: linke Schläfe

Trig­ger­punkt-Befund: Trapez­muskel Region 1 und 2 (M. trapez­ius), Kopfwen­de­muskel (M. ster­n­oclei­do­mas­toideus), ver­schiedene Muskeln der Nack­en-Schul­ter-Region

TriAS-Trig­ger­punkt-Akupunk­tur:  10 Behand­lun­gen

Ver­lauf: Besserung sehr gut, Pati­entin: „Kopf­schmerzen habe ich schon lange nicht mehr.”

2 Jahre später: keine Migräne mehr, nur gele­gentlich geringe Kopf­schmerzen, Pati­entin: „Das ist so schön.”

Migräne nach Gehirnhautentzündung

Migräne nach Gehirnhautentzündung

Patient  /  50 Jahre  /  Ident-Nr. 082

Vorgeschichte: in der Jugend Gehirn­hau­t­entzün­dung (Menin­gi­tis), danach Start ein­er jahrzehn­te­lan­gen Migränekar­riere / in den let­zten Monat­en erhe­bliche Ver­schlim­merung: alle 2–3 Tage heftig­ste migrän­ear­tige Kopf­schmerzen manch­mal für einige Stun­den, gele­gentlich bis zu 2 Tagen, sowohl Inten­sität als auch Dauer der Migränean­fälle deut­lich gestiegen / bish­er viele ver­schiedene Behand­lun­gen ohne wesentliche Besserung / erhe­bliche Beein­träch­ti­gung im Beruf

Trig­ger­punkt-Befund: Trapez­muskel Region 1 und 2 (M. trapez­ius), Kopfwen­de­muskel (M. ster­n­oclei­do­mas­toideus), Riemen­muskel des Kopfes (M. sple­nius capi­tis), Riemen­muskel des Halses (M. sple­nius cer­vi­cis), läng­ster Muskel des Kopfes (M. longis­simus capi­tis), ver­schiedene Muskeln der Nack­en-Schul­ter-Region

TriAS-Trig­ger­punkt-Akupunk­tur:  10 Behand­lun­gen

Ver­lauf: Patient bei der 6. Behand­lung: „Super, die Entwick­lung der Migräne bleibt auf halbem Wege steck­en, ein Kopf­schmerz kommt nicht durch.” Patient bei der 8. Behand­lung: „Trotz Stress hat sich nur eine Nack­en­verspan­nung für eine Stunde aufge­baut. Das wäre früher ein Migränean­fall gewor­den.” 10. Behand­lung: Besserung sehr gut, Patient: „Hätte ich so nicht geglaubt.”

Patient 5 Jahre später: „Sie haben mir damals sehr geholfen. Mir geht es gut, die Migräne war kein Prob­lem mehr.”

20 Jahre Migräne — Beginn oft nachts

Pati­entin  /  56 Jahre  /  Ident-Nr. 320

Vorgeschichte: seit 20 Jahren Migräne mit Übelkeit und Erbrechen / Schmer­zlokali­sa­tion über­wiegend im Bere­ich der recht­en Schläfe, des Hin­terkopfes sowie der Ohr- und Augen­re­gion / 2–3 Anfälle pro Monat, Anfalls­dauer bis zu 3 Tage, Beginn oft nachts / Pati­entin: „Schul­note 5–6“ /

Trig­ger­punkt-Befund: Trapez­muskel Region 1 und 2 (M. trapez­ius), Kopfwen­de­muskel (M. ster­n­oclei­do­mas­toideus), Riemen­muskel des Kopfes (M. sple­nius capi­tis), ver­schiedene Muskeln der Nack­en-Schul­ter-Region, Aufrichte­muskel des mit­tleren Rück­ens (M. erec­tor spinae BWS)

TriAS-Trig­ger­punkt-Akupunk­tur:  14 Behand­lun­gen

Ver­lauf: schon früh Ten­denz ein­er Besserung / 4. Behand­lung: Beginn des Migränean­falls langsamer als son­st, Dauer nur einen Tag / 6. Behand­lung: heute nur „nor­male” Kopf­schmerzen, keine Migräne / 9. Behand­lung: gestern wieder nur Kopf­schmerzen, Inten­sität ger­ing, keine Übelkeit, kein Erbrechen, kein Migränean­fall / 14. Behand­lungBesserung sehr gut, in den let­zten 2 Wochen nur ein­mal für kurze Zeit Kopf­schmerzen

Pati­entin: „Schul­note 2“

2 Monate später: keine Migräne mehr, auch keine Kopf­schmerzen, trotz Stress im Beruf

Der Trig­ger­punkt, wie er heute definiert wird, ist gewiss die häu­fig­ste Man­i­fes­ta­tion des Schmerzes im Bewe­gungssys­tem, wenn nicht im Organ­is­mus über­haupt. Trotz­dem wird ihm bei weit­em nicht die Aufmerk­samkeit gewid­met, die sein­er Bedeu­tung entspricht.“

Prof. Karl Lewit M.D., Dr. Sc.,

Prag, aus dem Geleit­wort zu „Trig­ger­punkt-Ther­a­pie“ von Beat Dejung, Bern, 3. Auflage, 2009

Fragen zur Behandlungsmethode

Fragen zur Behandlungsmethode

Was bedeutet TriAS?

Die Abkürzung ste­ht für „Trig­ger­punkt-Akupunk­tur zur Schmerzbe­hand­lung“.

Die Behand­lung mit Trig­ger­punkt-Akupunk­tur ist seit Jahrzehn­ten bekan­nt und basiert auf natur­wis­senschaftlichen Grund­la­gen. Die TriAS-Trig­ger­punkt-Akupunk­tur kom­biniert bewährte Tech­niken mit ein­er neuen Behand­lungsstrategie. Die Trig­ger­punkt-Auflö­sung zur Schmerzbe­hand­lung ist dadurch sehr effek­tiv und beson­ders scho­nend für Patien­ten.

Wie viele Behandlungen sind notwendig?

Die Anzahl der Akupunk­turen ist abhängig von der indi­vidu­ellen Vorgeschichte (Anam­nese) des Patien­ten und von der indi­vidu­ellen Bere­itschaft der Muskeln, auf die Ther­a­pie anzus­prechen. Prinzip­iell sind umso mehr Behand­lun­gen erforder­lich, je länger die Schmerzen bere­its bestanden.

In manchen Fällen lassen sich Schmerzen durch einige wenige Behand­lun­gen auch noch nach jahre- oder jahrzehn­te­langer Erkrankungs­dauer voll­ständig und nach­haltig beseit­i­gen. In vie­len Fällen ist bei chro­nis­chen Erkrankun­gen aber eine länger­fristige beglei­t­ende Ther­a­pie erforder­lich.

Bei akuten Schmerzen reichen oft 4 — 6 Ter­mine zur Deak­tivierung ursäch­lich­er Trig­ger­punk­te. Bei chro­nis­chen Ver­läufen ist in der Regel eine (Start-)Serie von 10 – 12 Behand­lung­ster­mi­nen erforder­lich.

Die indi­vidu­elle Pla­nung erfol­gt in einem Anam­nese-Gespräch.

Wie schnell kann eine Besserung erwartet werden?

Die Antwort auf diese Frage ist abhängig von Art und Dauer der Erkrankung. Auch spielt es eine Rolle, welche Muskeln betrof­fen sind. Es gibt Muskeln, die rel­a­tiv schnell auf eine Behand­lung mit TriAS-Trig­ger­punkt-Akupunk­tur ansprechen. Bei anderen Muskeln sind häu­figere Wieder­hol­un­gen erforder­lich.

Manch­mal ver­schwinden die Schmerzen schon nach weni­gen Trig­ger­punkt-Akupunk­turen, manch­mal erst gegen Ende der Behand­lungsserie, in Einzelfällen auch erst Wochen nach der let­zten Trig­ger­punkt-Behand­lung (Spätwirkung).

Wie hoch ist die Effektivität der Behandlung?

Eine Analyse von 736 behan­del­ten Patien­ten (2003 bis 2005) ergab eine gute bis sehr gute Besserung in ca. 80% der Fälle (Quelle: Dr. Kohls, Wiehl). Dieses Ergeb­nis ließ sich durch die Erhe­bun­gen von Behand­lungs­dat­en aus vier zufäl­lig aus­gewählten Quar­tal­en in den Fol­ge­jahren bestäti­gen.

Die Mehrzahl der Teil­nehmer des Kurs­es „Trig­ger 5 für Fort­geschrit­tene 2018 in Düs­sel­dorf“ berichtete von ähn­lich guten Ergeb­nis­sen in ihren Prax­en.

Wie hoch sind die Kosten der Behandlung?

TriAS-Trig­ger­punkt-Akupunk­turen gehören zu den pri­vatärztlichen Leis­tun­gen. Die Behand­lungskosten ori­en­tieren sich an der amtlichen Gebührenord­nung für Ärzte (GOÄ). Die Höhe richtet sich nach Aufwand und Zeit­dauer sowie nach der Anzahl der Schmerzre­gio­nen und zu behan­del­nden Muskeln.

In der Regel wer­den pro Behand­lung­ster­min 26,81 € bis 46,92 € in Rech­nung gestellt — in Einzelfällen bei sehr kom­plex­en Prob­le­men auch 57,12 €. Die Kosten für das Anam­ne­sege­spräch mit Ther­a­piepla­nung zu Beginn ein­er Akupunk­turs­erie betra­gen 21,44 €.

Ein Erstat­tungsanspruch gegenüber der geset­zlichen Kranken­ver­sicherung beste­ht nicht.

Von den Pri­vatkassen wird die Ther­a­pie als Schmerz-Akupunk­tur nach den Sätzen der GOÄ in der Regel ganz oder teil­weise über­nom­men (Angabe ohne Gewähr). Bitte fra­gen Sie Ihre pri­vate Krankenkasse.

Kom­men weniger Behand­lun­gen zur Anwen­dung als geplant, so wer­den selb­stver­ständlich nur die durchge­führten Behand­lun­gen in Rech­nung gestellt.

Wie lange muss ich auf einen Behandlungstermin warten?

Bei chro­nis­chen Schmerzen ist die Wartezeit auf einen Ter­min sel­ten länger als ein bis zwei Wochen.

In drin­gen­den Fällen — z.B. bei akuten Schmerzen — bekom­men Sie in der Regel einen ersten Behand­lung­ster­min am sel­ben oder spätestens am näch­sten Arbeit­stag.

Dozent Dr. med. Wolfgang Kohls

www.akupunktur.info/akupunktur-plus 

In der schul­medi­zinis­chen Aus­bil­dung sind Trig­ger­punk­te (noch) ein Randthe­ma. Seit 2006 hat die Forschungs­gruppe Akupunk­tur Düs­sel­dorf ein Kurssys­tem „TriAS-Trig­ger­punkt-Akupunk­tur“ im Pro­gramm. Eine Kursstaffel „Trig­ger 1 — 5“ wird jährlich in Düs­sel­dorf und Graf­ing bei München ange­boten.

Über Dr. Kohls

Dr. med. Wolfgang Kohls

Prax­is mit Tätigkeitss­chw­er­punkt
TriAS-Trig­ger­punkt-Akupunk­tur
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Buchautor Dr. Kohls

Rat­ge­ber, 1. Auflage, 2011 ver­grif­f­en

Fall­samm­lung, 1. Auflage, 2016 ver­füg­bar, ISBN: 978–3-9814388–1-9

Fall­samm­lung, 2. Auflage in Arbeit

Atlas für Ther­a­peuten, 1. Auflage in Arbeit

 

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Wichtiger Hin­weis: Die TriAS-Trig­ger­punkt-Akupunk­tur ist eine neuar­tige Behand­lung, die auf der Basis medi­zinisch anerkan­nter Meth­o­d­en entwick­elt wurde. Eben­so wie andere medi­zinis­che Ther­a­piev­er­fahren wurde auch die TriAS-Trig­ger­punkt-Akupunk­tur noch nicht nach den Regeln der Hochschul­medi­zin wis­senschaftlich unter­sucht. Ins­beson­dere gibt es bish­er keine kon­trol­lierten (ran­domisierten) Stu­di­en sowie über­greifende Auswer­tun­gen der Lit­er­atur (Meta­analy­sen). Ein Erfolg der TriAS-Trig­ger­punkt-Akupunk­tur kann nicht in jedem Behand­lungs­fall gewährleis­tet wer­den. Jedoch existieren neben ein­er umfan­gre­ichen Lit­er­atur (www.dgtrias.de/Literatur) zahlre­iche beein­druck­ende Patien­ten­berichte und Fal­lvorstel­lun­gen zu Erkrankun­gen, die mit der TriAS-Trig­ger­punkt-Akupunk­tur erfol­gre­ich behan­delt wur­den (www.dgtrias.de/Fälle). Bilder, Texte und Fälle dienen der all­ge­meinen Infor­ma­tion über die TriAS-Trig­ger­punkt-Akupunk­tur. Sie erset­zen im Einzelfall wed­er eine per­sön­liche trig­ger­punkt-medi­zinis­che Beratung noch eine notwendi­ge schul­medi­zinis­che Diag­nos­tik und Ther­a­pie. Bitte fra­gen Sie Ihren Arzt oder Ther­a­peuten!