Migräne bei Kindern

Schmerzlinderung bei Migräne im Kindesalter

Schmerzlinde­rung bei Migräne im Kindesalter

Auch Kinder und Jugendliche kön­nen unter Migräne lei­den. Auch in diesem Alter sind Stirn, Schläfe und Augen die bevorzugten Schmerzre­gio­nen. Oft ist aber auch der ganze Kopf betrof­fen. In eini­gen Fällen von kindlich­er Migräne sind andere Symp­tome wie z.B. Schwindel, Übelkeit, Erbrechen und Bauch­schmerzen im Vorder­grund. Dann ist die Diag­nose schwierig.

Treten durch die Migräneerkrankung Konzen­tra­tionsstörun­gen auf, kön­nen die schulis­chen Leis­tun­gen nach­haltig gestört wer­den.

Trig­ger­punk­te find­et man in der Regel im Trapez­muskel der Nack­en-Schul­ter-Region sowie im Kopfwen­de­muskel am seitlichen Hals. Die Behand­lung ist scho­nend und oft sehr effek­tiv. Dadurch kann man nicht nur die aktuelle Sit­u­a­tion nach­haltig verbessern, son­dern auch so manche Migränekar­riere ver­hin­den.

Migräne im Kindesalter — Konzentration in der Schule oft nicht möglich

Pati­entin  /  11 Jahre  /  Ident-Nr. 002

Vorgeschichte: seit 2 Jahren vor­wiegend in der Schule starke migrän­ear­tige Kopf­schmerzen, dadurch Beein­träch­ti­gung der Konzen­tra­tion / Die Pati­entin geht eigentlich gerne in die Schule, doch durch die Migräne ist die Aufmerk­samkeit im Unter­richt oft gestört und sie geht daher früher nach Hause; dadurch Schul­prob­leme / in let­zter Zeit Ver­schlim­merung der Symp­to­matik / Schmer­zlokali­sa­tion: Stirn und Schläfe

Trig­ger­punkt-Befund: Trapez­muskel Region 1 (M. trapez­ius), Kopfwen­de­muskel (M. ster­n­oclei­do­mas­toideus), ver­schiedene Muskeln der Nack­en-Schul­ter-Region

TriAS-Trig­ger­punkt-Akupunk­tur:  4 Behand­lun­gen

Ver­lauf: seit der 4. Behand­lung abso­lut symp­tom­frei, schulis­che Leis­tun­gen nicht mehr beein­trächtigt

2 Jahre später: nach Auskun­ft des Vaters seit der Behand­lung beschw­erde­frei

Migränekarriere beendet —
Patient: “Voll gut. Keine Schmerzen.”

Patient  /  12 Jahre  /  Ident-Nr. 174

Vorgeschichte: seit 4 Jahren häu­fig Kopf­schmerzen, zusät­zlich Migränean­fälle mit Übelkeit und Erbrechen dreimal pro Monat mit ein­er Dauer von jew­eils 2–3 Tagen, Schmer­zlokali­sa­tion: Schläfe und Hin­terkopf, Wärme und Bewe­gung lin­dern / auch nach ein­jähriger psy­chother­a­peutis­ch­er Behand­lung keine Besserung, Patient: „Die Behand­lun­gen waren so anstren­gend. Da bekam ich immer Kopf­schmerzen.”

Trig­ger­punkt-Befund: Trapez­muskel Region 1 und 2 (M. trapez­ius), Kopfwen­de­muskel (M. ster­n­oclei­do­mas­toideus), ver­schiedene Muskeln der Nack­en-Schul­ter-Region

TriAS-Trig­ger­punkt-Akupunk­tur:  19 Behand­lun­gen

Ver­lauf: 8. Behand­lung: in let­zter Zeit keine Kopf­schmerzen trotz sportlich­er Belas­tung / 15. Behand­lung: nur ein­mal kurz Kopf­schmerzen links / 18. Behand­lung: in der Zwis­chen­zeit keine Kopf­schmerzen / Patient bei der 19. Behand­lung: „Voll gut. Keine Schmerzen.”

6 Monate später: Migränekar­riere been­det, zweimal nur „nor­male“ Kopf­schmerzen

4 Jahre später : Besserung sta­bil

Der Trig­ger­punkt, wie er heute definiert wird, ist gewiss die häu­fig­ste Man­i­fes­ta­tion des Schmerzes im Bewe­gungssys­tem, wenn nicht im Organ­is­mus über­haupt. Trotz­dem wird ihm bei weit­em nicht die Aufmerk­samkeit gewid­met, die sein­er Bedeu­tung entspricht.“

Prof. Karl Lewit M.D., Dr. Sc.,

Prag, aus dem Geleit­wort zu „Trig­ger­punkt-Ther­a­pie“ von Beat Dejung, Bern, 3. Auflage, 2009

Fragen zur Behandlungsmethode

Fragen zur Behandlungsmethode

Was bedeutet TriAS?

Die Abkürzung ste­ht für „Trig­ger­punkt-Akupunk­tur zur Schmerzbe­hand­lung“.

Die Behand­lung mit Trig­ger­punkt-Akupunk­tur ist seit Jahrzehn­ten bekan­nt und basiert auf natur­wis­senschaftlichen Grund­la­gen. Die TriAS-Trig­ger­punkt-Akupunk­tur kom­biniert bewährte Tech­niken mit ein­er neuen Behand­lungsstrategie. Die Trig­ger­punkt-Auflö­sung zur Schmerzbe­hand­lung ist dadurch sehr effek­tiv und beson­ders scho­nend für Patien­ten.

Wie viele Behandlungen sind notwendig?

Die Anzahl der Akupunk­turen ist abhängig von der indi­vidu­ellen Vorgeschichte (Anam­nese) des Patien­ten und von der indi­vidu­ellen Bere­itschaft der Muskeln, auf die Ther­a­pie anzus­prechen. Prinzip­iell sind umso mehr Behand­lun­gen erforder­lich, je länger die Schmerzen bere­its bestanden.

In manchen Fällen lassen sich Schmerzen durch einige wenige Behand­lun­gen auch noch nach jahre- oder jahrzehn­te­langer Erkrankungs­dauer voll­ständig und nach­haltig beseit­i­gen. In vie­len Fällen ist bei chro­nis­chen Erkrankun­gen aber eine länger­fristige beglei­t­ende Ther­a­pie erforder­lich.

Bei akuten Schmerzen reichen oft 4 — 6 Ter­mine zur Deak­tivierung ursäch­lich­er Trig­ger­punk­te. Bei chro­nis­chen Ver­läufen ist in der Regel eine (Start-)Serie von 10 – 12 Behand­lung­ster­mi­nen erforder­lich.

Die indi­vidu­elle Pla­nung erfol­gt in einem Anam­nese-Gespräch.

Wie schnell kann eine Besserung erwartet werden?

Die Antwort auf diese Frage ist abhängig von Art und Dauer der Erkrankung. Auch spielt es eine Rolle, welche Muskeln betrof­fen sind. Es gibt Muskeln, die rel­a­tiv schnell auf eine Behand­lung mit TriAS-Trig­ger­punkt-Akupunk­tur ansprechen. Bei anderen Muskeln sind häu­figere Wieder­hol­un­gen erforder­lich.

Manch­mal ver­schwinden die Schmerzen schon nach weni­gen Trig­ger­punkt-Akupunk­turen, manch­mal erst gegen Ende der Behand­lungsserie, in Einzelfällen auch erst Wochen nach der let­zten Trig­ger­punkt-Behand­lung (Spätwirkung).

Wie hoch ist die Effektivität der Behandlung?

Eine Analyse von 736 behan­del­ten Patien­ten (2003 bis 2005) ergab eine gute bis sehr gute Besserung in ca. 80% der Fälle (Quelle: Dr. Kohls, Wiehl). Dieses Ergeb­nis ließ sich durch die Erhe­bun­gen von Behand­lungs­dat­en aus vier zufäl­lig aus­gewählten Quar­tal­en in den Fol­ge­jahren bestäti­gen.

Die Mehrzahl der Teil­nehmer des Kurs­es „Trig­ger 5 für Fort­geschrit­tene 2018 in Düs­sel­dorf“ berichtete von ähn­lich guten Ergeb­nis­sen in ihren Prax­en.

Wie hoch sind die Kosten der Behandlung?

TriAS-Trig­ger­punkt-Akupunk­turen gehören zu den pri­vatärztlichen Leis­tun­gen. Die Behand­lungskosten ori­en­tieren sich an der amtlichen Gebührenord­nung für Ärzte (GOÄ). Die Höhe richtet sich nach Aufwand und Zeit­dauer sowie nach der Anzahl der Schmerzre­gio­nen und zu behan­del­nden Muskeln.

In der Regel wer­den pro Behand­lung­ster­min 26,81 € bis 46,92 € in Rech­nung gestellt — in Einzelfällen bei sehr kom­plex­en Prob­le­men auch 57,12 €. Die Kosten für das Anam­ne­sege­spräch mit Ther­a­piepla­nung zu Beginn ein­er Akupunk­turs­erie betra­gen 21,44 €.

Ein Erstat­tungsanspruch gegenüber der geset­zlichen Kranken­ver­sicherung beste­ht nicht.

Von den Pri­vatkassen wird die Ther­a­pie als Schmerz-Akupunk­tur nach den Sätzen der GOÄ in der Regel ganz oder teil­weise über­nom­men (Angabe ohne Gewähr). Bitte fra­gen Sie Ihre pri­vate Krankenkasse.

Kom­men weniger Behand­lun­gen zur Anwen­dung als geplant, so wer­den selb­stver­ständlich nur die durchge­führten Behand­lun­gen in Rech­nung gestellt.

Wie lange muss ich auf einen Behandlungstermin warten?

Bei chro­nis­chen Schmerzen ist die Wartezeit auf einen Ter­min sel­ten länger als ein bis zwei Wochen.

In drin­gen­den Fällen — z.B. bei akuten Schmerzen — bekom­men Sie in der Regel einen ersten Behand­lung­ster­min am sel­ben oder spätestens am näch­sten Arbeit­stag.

Dozent Dr. med. Wolfgang Kohls

www.akupunktur.info/akupunktur-plus 

In der schul­medi­zinis­chen Aus­bil­dung sind Trig­ger­punk­te (noch) ein Randthe­ma. Seit 2006 hat die Forschungs­gruppe Akupunk­tur Düs­sel­dorf ein Kurssys­tem „TriAS-Trig­ger­punkt-Akupunk­tur“ im Pro­gramm. Eine Kursstaffel „Trig­ger 1 — 5“ wird jährlich in Düs­sel­dorf und Graf­ing bei München ange­boten.

Über Dr. Kohls

Dr. med. Wolfgang Kohls

Prax­is mit Tätigkeitss­chw­er­punkt
TriAS-Trig­ger­punkt-Akupunk­tur
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Buchautor Dr. Kohls

Rat­ge­ber, 1. Auflage, 2011 ver­grif­f­en

Fall­samm­lung, 1. Auflage, 2016 ver­füg­bar, ISBN: 978–3-9814388–1-9

Fall­samm­lung, 2. Auflage in Arbeit

Atlas für Ther­a­peuten, 1. Auflage in Arbeit

 

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Wichtiger Hin­weis: Die TriAS-Trig­ger­punkt-Akupunk­tur ist eine neuar­tige Behand­lung, die auf der Basis medi­zinisch anerkan­nter Meth­o­d­en entwick­elt wurde. Eben­so wie andere medi­zinis­che Ther­a­piev­er­fahren wurde auch die TriAS-Trig­ger­punkt-Akupunk­tur noch nicht nach den Regeln der Hochschul­medi­zin wis­senschaftlich unter­sucht. Ins­beson­dere gibt es bish­er keine kon­trol­lierten (ran­domisierten) Stu­di­en sowie über­greifende Auswer­tun­gen der Lit­er­atur (Meta­analy­sen). Ein Erfolg der TriAS-Trig­ger­punkt-Akupunk­tur kann nicht in jedem Behand­lungs­fall gewährleis­tet wer­den. Jedoch existieren neben ein­er umfan­gre­ichen Lit­er­atur (www.dgtrias.de/Literatur) zahlre­iche beein­druck­ende Patien­ten­berichte und Fal­lvorstel­lun­gen zu Erkrankun­gen, die mit der TriAS-Trig­ger­punkt-Akupunk­tur erfol­gre­ich behan­delt wur­den (www.dgtrias.de/Fälle). Bilder, Texte und Fälle dienen der all­ge­meinen Infor­ma­tion über die TriAS-Trig­ger­punkt-Akupunk­tur. Sie erset­zen im Einzelfall wed­er eine per­sön­liche trig­ger­punkt-medi­zinis­che Beratung noch eine notwendi­ge schul­medi­zinis­che Diag­nos­tik und Ther­a­pie. Bitte fra­gen Sie Ihren Arzt oder Ther­a­peuten!